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Allgemeines:

Als Flugkasten (FK) wird ein transportabler, mit weisser oder leuchtender (gelb, orange) Farbe gestrichener Kleinstschlag bezeichnet. Die Tauben werden nun so trainiert, dass sie immer diesen FK anfliegen, egal von wo aus sie gestartet werden. Da an immer wechselnden Orten trainiert wird, ermöglicht es diese Form des Flugtaubensports den Züchtern, ihre Tiere an einem beliebigen Ort zu starten. Voraussetzung ist einzig ein geeignetes Fluggelände. Die Züchter können sich so unter gleichen Bedingungen messen oder ihre Tiere Interessierten vorfliegen. Der Flugkastensport wird in der Schweiz seit Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts betrieben.

Gewöhnung an den FK:
Für den Flugkastensport sind vor allem Tauben geeignet, die vom Wesen her ruhig sind und in kleinen Stichen von bis zu fünf Tieren geflogen werden. Grundsätzlich können aber praktisch alle Flugtaubenrassen auf den FK gewöhnt werden, allerdings macht es bei den Hochfliegern oder Tipplern sicher keinen Sinn.
Für die Gewöhnung auf den FK werden vorteilhaft Jungtiere genommen. Nach ca. vier Wochen werden sie von den Eltern abgesetzt und in einem separaten Schlag untergebracht. Während den darauffolgenden Tagen sollen sich die Jungtiere an den Betreuer und die Dropper gewöhnen. Ideal ist, wenn die Tiere während dieser Zeit handzahm werden. Als nächstes wird ihnen beigebracht, in den FK einzuspringen. Dazu wird der FK in einem Raum aufgestellt und die Tauben einzeln und hungrig auf den FK gesetzt. Zuerst lässt man sie etwas die neue Umgebung studieren. Anschliessend füttert man ein paar wenige Körner auf dem FK und gibt den Rest in den Kasten. Normalerweise folgen die Tauben den Körnern und springen ein. Klappt dies noch nicht wunschgemäss, kann man die Dropper in den FK setzen und ihnen ein paar Körner vorsetzen.
Beherrschen alle Jungtiere das Einspringen, so kann man draussen das Anfliegen des FK mit ihnen üben. Dazu werden sie wieder einzeln und hungrig ein paar Meter vom FK losgelassen und auf den FK gelockt, wo sie einspringen. So kann man die Distanz immer etwas erhöhen. Fliegen sie den FK von allen Seiten aus einer Distanz von ca. 20 Meter an, was nach ungefähr zwei bis drei Wochen nach dem Absetzen von den Elterntieren der Fall sein wird, kann man sie langsam zum Fliegen animieren. Dabei ist es wichtig, dass sie vorerst einzeln gestartet und bereits nach wenigen Runden mit Rascheln der Futterbüchse, Pfeifen und vor allem mit dem Dropper zum FK zurück gelockt werden. Fliegt jede Taube den FK nach ein paar Runden sicher an, können die Tiere zusammen gestartet werden. Mit regelmässigem Training werden dann die Flugzeiten länger und der rassetypische Flug beginnt sich zu zeigen.
Wichtig ist beim Training ab Flugkasten, dass sich die Trainingsplätze abwechseln und sich nicht zu nahe am Heimatschlag befinden. Somit können sich die Tauben beim FK-Fliegen nicht an ein Gelände gewöhnen, sondern sind immer auf den FK fixiert.

Bilder:
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