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TRAINING DER TIPPLER

Beim Training der Tippler muss unterschieden werden zwischen Alttauben und Jungtauben. Beginnen wir mit den Jungen, das ist nicht so einfach wie mit Alttipplern, die schon eingeflogen sind. Die Jungtiere sollten gut auf einen Dropper reagieren.

WAS IST EINE DROPPER?
Der Dropper ist eine Locktaube (keine eigenständige Taubenrasse), die weiss sein sollte, damit sie von den anderen Tauben gut erkannt werden kann. Pfauentauben, Trommeltauben und auch Mischlinge eignen sich gut dafür. Wichtig ist, dass der Dropper handzahm ist und nicht flugfreudig. Seine Aufgabe ist es, durch Flattern und Fressen auf sich aufmerksam zu machen. Zum Flattern kann man den Dropper animieren, indem man ihn leicht mit Wasser bespritzt.

BEGINN DES TRAININGS.
Die Jungtippler sollten vor dem Beginn des Trainings mindestens 2 - 3 mal selbständig in den Schlag gekommen sein. Wichtig für das Training ist die Regelmässigkeit. Die Abendstunden eignen sich dazu am besten, und die Tippler sollten auch immer einen guten Appetit haben. Jeden dritten Abend lässt man sie fliegen. Bei den ersten zwei, drei Flügen sollten sie 1 - 2 Stunden fliegen. Danach wird die Flugzeit auf 5 - 6 Stunden verlängert. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Jungtauben nicht von alleine landen. Sie sollten nur landen, wenn die Dropper gesetzt (freigelassen) werden. Aus diesem Grund sollte der Züchter in der ersten Zeit die Tippler immer im Auge behalten, und die Dropper müssen in dieser Zeit immer startbereit sein. Es versteht sich von selbst, dass die Dropper für die fliegenden Tauben unsichtbar sein müssen. Fliegen die Jungtippler immer tiefer und lassen die Beine hängen, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass sie landen wollen. Jetzt kommen die Dropper zum Einsatz: gut eingespielte Dropper sind Gold wert! Sind die Tippler gelandet, sollten sie auch gleich in den Schlag kommen, wohin ihnen die Dropper den Weg zeigen. Als Lockfutter eignet sich am besten Hirse oder Raps.

TRAINING DER ALTTAUBEN
Trainiert man ein Team für einen Wettflug, ist es von Vorteil, wenn im Team nicht beide Geschlechter vertreten sind. Die Täubinnen eignen sich für einen Wettflug sehr gut, dürfen aber keinesfalls Eier legen, da sie dann nicht mehr fliegen wollen.
Im übrigen gelten dieselben Regeln wie bei den Jungen: regelmässig trainieren, am besten jeden zweiten Abend, und auch sie sollten immer guten Appetit haben. Von den Alttipplern kann man schon 5-7 Stunden Flug erwarten. Auch Alttauben dürfen nur landen, wenn die Dopper draussen sind.

DIE FÜTTERUNG IM TRAINING
Die ist bei Alten und Jungen gleich. Pro Tier und Tag ca. 20-25g Gerste. Nach einem guten Trainingsflug ca. 10g Gerste und ca. 20g Körnermischung (möglichst kleinkörnig). Das Futter erhalten sie ca. eine Stunde nach der Landung, und nach einer weiteren Stunde gibt es noch Wasser. Das Wasser bekommen sie so spät, damit sie lernen viel Wasser zu trinken. Bei einem Wettflug müssen sie ja auch 16 Stunden oder sogar länger ohne Wasser auskommen.

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